SPARE IN DER ZEIT

Der Volksmund hat Recht: Wer in guten Zeiten etwas zurücklegt, kann sich später darüber freuen oder hat in der Not. Diese Binsenweisheit gilt ohne Abstriche auch in Zeiten der Pandemie.

Dass die Trauben später im Ruhestand deutlich höher hängen und der angestrebte Lebensstandard nicht ohne rechtzeitige Vorsorge zu sichern ist, ist (fast) jeden Bürger klar. Ist aber für unternehmerisches Handeln nicht zwingend anzuwenden, weil hier mehr das Investieren als Rücklagen bilden im Zentrum des Handelns steht. Wachstum müssen sich die meisten Unternehmen regelmäßig kaufen. Und Schulden machen ist gerade fast mit Gewinn machen gleichgestellt. Innovationen im Wettbewerb der Verdrängung kosten Geld, Arbeitsplätze sichern oder auszubauen ebenfalls.

Also ja, prinzipiell ist es vernünftig, dass man nicht mehr Geld ausgibt, als man einnimmt. Es funktioniert im Tourismus nur kaum.

Wenn dann auch noch der Staat seine Unterstützung anbietet, umso besser. Man muss nur noch zugreifen. Mehr neue Schulden machen, weil ja immer mehr Geld zum Ausgeben da ist. Die prognostizierte gute Konjunktur (in Post-Corona) dürfte ja zusätzliche Steuereinnahmen für das Volkswirtschaftsbudget reinspülen. Das europäische (und amerikanische) Kraftpaket investiert – steuerbegünstigt - in die Zukunft der Mobilität, in Wasserstofftechnik und in die Quantentechnologie, so dass die westliche Weltwirtschaft wieder ganz vorne dabei sein wird.

Also, keine Angst, alles wird gut! Immerwährende Prosperität ist kein Schlagwort.

Die vorherrschenden Wirtschaftssysteme und ihre Anhänger, tendenziell herrscht der Neoliberalismus, werden schon die richtigen Antworten auf die erforderlichen Wandlungen und Herausforderungen an Transformationen der nächsten 30 bis 50 Jahre finden.

Oder WIR denken neu und organisieren uns neu – tiefgründig und ohne Tabus! Wirtschaft bewegt bekanntlich die Welt.

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