PLÄDOYER AN UNS MENSCHEN

Prinzipiell wissen wir ja, wie’s geht. Egal, welche der unzähligen Debatten ich heute aufgreifen würde, ob Ernährung, Arbeitsplätze, Gästebuchungen, Gesundheit, CO2-Emissionen oder wie wir generell die Welt retten. Überall Experten, die wissen, wie’s geht. Aber eben nur in der Theorie, kaum im eigenen Leben. Die Inkonsequenz jedes Einzelnen ist schlussendlich die Summe der Verfehlungen und wieder der Start in die nächste Debatte – ohne Konsequenzen. Lieber paralysieren statt analysieren. Wir haben die schönsten Seen und Berge, suchen aber das Meer und fremde Gipfel auf. Setzen auf Regionalität und kaufen nach dem billigsten Preis ein, ohne nach der Herkunft zu fragen. Reparieren nicht mehr, sondern bestellen lieber Neues. Wohin soll die Reise gehen?

»Junge Leute leiden weniger unter eigenen Fehlern als unter der Weisheit der Alten«

Wirtschaftliche Wertschöpfung funktioniert auch im lokalen Raum, sogar ohne globale Abhängigkeit für den Wohlstand vor Ort. Bräuche, Anlässe und Rituale, die uns regelmäßig in Kontakt und in Austausch
mit anderen Menschen bringen, ob am Stammtisch mit Freunden, beim gemeinsamen Essen mit den Mitarbeitern oder beim Sonntagsspaziergang mit der Familie, sind nicht neu zu erfinden. Begegnung verändert, schafft ehrlichen Dialog und motiviert. Zuhören macht zugänglich und offen für andere und anderes. Verantwortung zu übernehmen und dabei Spaß haben, sind kein Widerspruch, wie es uns die jungen Leute heute vorleben. Sie konsumieren online und offline, legen gleichzeitig Wert auf Nachhaltigkeit und setzen sich für den Umweltschutz ein. Eigentlich leben sie uns vor, worauf es im Leben ankommt. Und das ist gut so.

Ihr Günther Gapp

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