WENIGER ARBEIT HILFT DEM KLIMA?

Wenn wir mal kapitalismuskritische Vorstellungen à la Marx ausklammern und auch Ökonom John Maynard Keynes, der in der zunehmenden Automatisierung zwangsläufig eine kürzere Arbeitszeit sah. Ist weniger Arbeitszeit gleichzusetzen mit weniger Leistung? Oder führen längere Arbeitstage ab einem gewissen Punkt nicht eh zu weniger Produktivität und zu mehr Fehlern? Wie viele Stunden wären eigentlich ökonomisch nachhaltig? Die Antwort: Neun Stunden. Verschiedene europäische Studien meinen ja, dass eine Reduktion der Arbeitszeit um ein Prozent den Energieverbrauch und die Emissionen, jeweils um 0,8 Prozent mindern würde. Ob die Rechnung aufgehen würde, ist aber unklar, weil was tun die Menschen dann in ihrer Freizeit? Also, wieder zurück zum Start. Nachdenken, welche Maßnahmen im eigenen Betrieb sinnvoll wären und auch funktionieren.

»Was wir auf die Teller legen, trägt mehr zum Klimawandel bei, als das Auto, das wir fahren«

Die Reduzierung auf einzelne Maßnahmen in der Diskussion rund um die Arbeitszeit ist natürlich noch keine Lösung, aber doch Information, die jeder einzelne für Anreize und neues Denken verwenden sollte. Wie beim Kochen, wo die von Relais & Châteaux gemeinsam mit Slow Food gestartete „Food for Change“ hilft und untertützt. Oder die Familie Müller vom Genießerhotel Die Forelle in Kärnten, die vor zehn Jahren ihr Projekt „Generation Gewissen“ gründete und wo heute das Abendmenü zu 99% frei von Import-Ware ist. Bewusstes gestalten und ständiges Hinterfragen führt zu überlegten und konsequenten Handeln, damit ist unheimlich viel zu schaffen.

Ihr Günther Gapp

Themen

Corporate Publishing

Kontakt