DREI AUF EINEN STREICH

Franz Busta ist seit über 25 Jahren in der Nachtgastronomie in Salzburg tätig. Seine Frau Bozana nicht viel weniger. Beide eröffnen nun den umgebauten Club und machen aus eins gleich mal drei.
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Franz Busta und seine Frau Bozana haben Chancen und gute Kontakte genutzt
Foto: Wolfgang Lienbacher

Seit 12. März 2020 ist der Umsatz null. Finanziell hielt sich der Club mit Vereinbarungen, Geldreserven und einer Finanzierung über Wasser. Nun stehen nach der körperlichen Erholung und dem Umbau die finanzielle Stabilisierung sowie die Eröffnung mit voller Energie am 17. September auf dem Plan. Und die wird es in sich haben, weil neben dem House-&-RnB-Club mit dem „Bungalow“ ein feiner Hip-Hop-&-Rap-Club und mit dem „Schatzi“ ein spektakulärer Schlager-&-Hits-Club im Salzburger Untergrund (unter dem Sternbräugebäude) eröffnen. Verbunden sind die Clubs mit einem Food-Corner, der große und kleine Snacks serviert, um den Gästen keinen Lokalwechsel aufgrund eines Hungergefühls aufzuzwingen. Alles in allem ein starkes Zeichen für die Clubkultur in Österreich, wie auch die Reservierungen für den Eröffnungstag, die am ersten Tag um 10.00 Uhr vormittags ausgebucht waren, zeigte.

Chancen und gute Kontakte genutzt

Vor 21 Jahren hat es bei Franz Busta mit der kleinen und feinen Emotion-Bar in Salzburg begonnen, die zweite Bar in Salzburg-Nord hatte schon für 600 Leute Platz. Mit seinem Engagement in der österreichischen Barkeeper Union, wo er 1994 auch den Staatsmeistertitel holte und zur WM in Tokio reiste, begannen die Jobs. Danach ging es mit seinem mobilen Partyservice quer durch Österreich, erste Clubbings bis hin zu ehrenamtlichen Schulungen in den Schulen standen am Programm. „Damals waren Barkeeper noch viel unterwegs und von der Industrie gefördert, um das Berufsbild zu promoten“, so Busta im Interview. Mit der Erkenntnis, nicht alles machen zu können und auch die wirtschaftliche Verantwortung der eigenen Lokale zu übernehmen, war die verrückte Zeit auch mal vorbei. Als Quereinsteigerin kam seine quirlige Frau Bozana an die Seite des eher gelassenen Franz – privat wie beruflich. Während bei ihr der Einkauf, das Personal und das Housekeeping liegen, kümmert sich Franz um das Marketing, Künstler-Booking und Entertainment der Clubs. Erstmals wird nun auch ein Betriebsleiter engagiert, um die 1.500 tanz- und feierfreudige Menschen im Durchlauf einer Nacht bestmöglich mit den 24 Kellnern (von insgesamt 60 Mitarbeitern) zu betreuen.

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Foto: Wolfgang Lienbacher
Guter Dinge mit Partnern

Rund um die bevorstehende Eröffnung wird es einen Hype geben. Aber die Vorsicht, dass wieder Verordnungen der Politik kommen, die sie nicht beeinflussen können, hält wach. Planung und Organisation sind schließlich Eckpfeiler jeder Organisation. „Wir gehen Verbindlichkeiten ein, stellen wieder Personal ein und möchten eine Regel, die langfristig hält – egal wie das Virus groovt. Wir sind guter Dinge, wenn wir den Herbst und Winter überbrücken, weil die Clubs auf hohem Niveau funktionieren werden. Das ist unsere Motivation weiterzumachen“, so Franz Busta. Eine Motivation, die durch die langjährige Zusammenarbeit mit starken Partnern beflügelt wird. Mit Red Bull sind Bozana und Franz seit der ersten Stunde verbandelt, nachdem das Verlangen nach dem Energydrink – als neues und modernes Getränk auf der Karte – schon damals ein Muss war. Und es bis heute ist. Es ist nach wie vor das meistverkaufte Getränk. Von den Editions immer wieder aufs Neue inspiriert, wird die Dose auch selbst konsumiert, wenn die Müdigkeit nächtens kommt. Einzug halten neu die Organics by Red Bull, um die klassischen Longdrinks neu zu interpretieren. „Franz hat viele eigene Cocktails kreiert, aber verkaufen lassen sich nur die Marken, die von den Gästen erkannt werden und die das Personal selbst trinkt“, so Bozana.

Mit einem großen Club muss man sich regelmäßig neu erfinden. Mit dem City Beats Club, dem neuen Bungalow und Schatzi ist das sehr gut gelungen und von Mittwoch bis Samstag nun auch erlebbar. So die übertriebene Gesundheitspolitik ein Ende hat und geradlinige und planbare Maßnahmen Platz finden. Kontaktlosigkeit ist nicht umsetzbar. Den Kopf in den Sand stecken oder Alles Party ohne Hausverstand machen ist keine Option. Discotheken und Clubs mit guten Konzepten zur Erfüllung der 3G-Regeln öffnen – why not?

»Wir sind guter Dinge, weil die Clubs auf hohem Niveau funktionieren werden«

Franz Busta

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Neben dem House-&-RnB-Club sind neu am Start: ein feiner Hip-Hop-&-Rap-Club (Bungalow) und ein spektakulärer Schlager-&-Hits-Club (Schatzi).

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Was&Wo

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5020 Salzburg
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