SPARE IN DER ZEIT, DANN HAST DU IN DER NOT

Hat der Volksmund wirklich Recht? „Investiere heute, dann kannst morgen deine Schulden zahlen“ lautet das neue Motto.

Nur das zu investieren, was man zuvor angespart hat, scheint heute zu wenig zu sein. Das notwendige Wachstum müssen sich die meisten Unternehmen kaufen. Investieren lautet das neue Mantra. Schulden zu machen, ist aktuell fast so angesehen, wie Gewinne einzufahren. Innovationen im Verdrängungswettbewerb kosten einfach Geld. Arbeitsplätze zu sichern oder gar neue zu schaffen, ebenfalls. Im privaten Umfeld mag es vernünftig sein, nicht mehr Geld auszugeben, als man einnimmt. Doch die Wirtschaft tickt da anders.

Wenn der Staat Unterstützung anbietet, damit man „trotzdem“ investiert, muss man doch zugreifen? Geld ist dazu da, ausgegeben zu werden, besonders, wenn es sich um fremdes Geld handelt. Dadurch kurbelt man die Konjunktur an, die wiederum zusätzliche Steuereinnahmen generiert, mit denen wir dann problemlos unsere neuen Schulden bedienen können. Außerdem sollen so die Weichen für eine bessere
Zukunft gestellt werden. Grüne Mobilität, künstliche Intelligenz, Bio-Technologie etc.

Also, keine Angst, alles wird gut! Immerwährende Prosperität heißt das neue Motto.

Mit Neoliberalismus hat das alles nichts zu tun. So viel Staat, wie aktuell in Europa, den USA und natürlich auch in China, haben die großen Volkswirtschaften der Welt schon lange nicht gesehen. Wird das gut gehen? Oder werden wir uns noch einmal neu denken und neu organisieren müssen. Wie heißt es so schön: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

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